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Die Geschichte von Eisen und Stahl in Dortmund.

In Dortmund hat der Steinkohlebergbau eine lange Tradition – bereits im Jahre 1296 erhält ein Bergmann aus Schüren Dortmunder Bürgerrechte, das ist der älteste Beleg für den Bergbau in der Region. Mit dem Einsatz der Dampfmaschine ab den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts und dem damit möglichen Beginn des Tiefbaus unterhalb von 20 Metern, beginnt die Industrialisierung des Kohlebergbaus in der Region, Voraussetzung für die Entwicklung der Hüttenindustrie.

1837 begann der Iserlohner Fabrikant H.D. Piepenstock mit dem Aufbau eines Puddel- und Walzwerks an der Hörder Burg, der Hermannshütte. 1854 wurden die ersten Hochöfen angeblasen, die das im Dortmunder Süden gefundene Kohleneisenstein verarbeiteten.

Der inzwischen gegründete Hörder Verein, ein Kombinat aus Hütte, Kohle- und Eisenerzförderung hatte im Jahre 1857 bereits knapp 3.800 Mitarbeiter. Im Jahre 1906 ist die Mitarbeiterschaft bereits 6.200 Mitarbeiter angewachsen.

Mit dem Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzenden Eisenbahnboom entwickelt sich die Eisen- und Stahlindustrie rasant: Dortmund wird zum wichtigsten Gründungsplatz im Revier mit entsprechendem Bevölkerungswachstum:

1860    22.000 Einwohner

1873    50.000 Einwohner

1880    66.000 Einwohner

1914  250.000 Einwohner

Die 60er und 70er Jahre des 19. Jahrhunderts sind die Gründerjahre der Kohle-, Stahl und Eisenindustrie des Ruhrgebiets. Um die Jahrhundertwende bis zum Beginn des ersten Weltkriegs entwickelt sich in einem weiteren Konjunkturschub die Phase der Hochindustrialisierung , die gekennzeichnet ist durch die Bildung größerer Unternehmenseinheiten, Kartell- und Konzernbildung, die Integration und Diversifikation von Produktionsprozessen.

Mit Erschöpfung der Eisenlagerstätten vor Ort verliert Dortmund seinen Standortvorteil gegenüber den konkurrierenden Städten des westlichen Ruhrgebiets. In der Folge wird der Bau des Dortmund-Ems-Kanals angestrebt, der ab 1899 die Versorgung der Dortmunder Stahlindustrie mit skandinavischen Eisenerz sicherstellt.

In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts finden in Dortmund weitere Fusionen in der Stahlindustrie statt.

Nach Demontage und Zerschlagung der Vereinigten Stahlwerke AG nach dem Kriege kommt es im Jahr 1966 zum endgültigen Zusammenschluss der Dortmund Hörder Hüttenunion und der HOESCH AG zu einem großen Konzern unter dem Namen HOESCH Werke AG, der seinerseits 1992 von der Essener Krupp AG übernommen wird.

Im Rahmen der Fusion der beiden großen im Ruhrgebiet verbliebenen Montankonzerne Thyssen und Krupp zur Thyssen Krupp AG wird die Stilllegung der Dortmunder Stahlproduktion beschlossen. 1998 werden die letzten Hochöfen in Dortmund ausgeblasen.

 

      

     

Die Informationenn dieser Seite  stammen weitgehnd  aus der Dokumentation der Austellung von Thomas Schilp ZEIT-RÄUME, Dortmund 1989, Fotos: HOESCH Museum

Eine herausragende Präsentation der 150 - jährigen Eisen- und Stahlgeschichte in Dortmund erleben Sie am besten im Dortmunder Hoesch-Museum:


 

http://www.dortmund.de/de/freizeit_und_kultur/museen/hoesch_museum/start_hoesch/index.html